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Frauenfrühstück in der Gemeinde Frankenthal am 31. März 2019

Am Sonntag, 31.03.2019 trafen sich die Mädchen, Frauen und Freundinnen der Adventgemeinde Frankenthal zum ersten Frauenfrühstück dieses Jahres zu einem ganz besonderen Erlebnis. 

Das Quartalstreffen begann in gewohnter Weise mit einem reichhaltigen, leckeren Frühstück, gemütlichem und redseligem Beisammensein, umrahmt von Lobpreis und Gebet. 

Was zunächst gewöhnlich begann, nahm mit dem Eintreffen des jungen afrikanischen Teboho Tsotetsi eine exotische Wendung.

Als leidenschaftlicher Musiker, Gründer und Leiter des Wiesenbacher Chores „Sound of Joy“, fiel es ihm leicht, uns auf eine Entdeckungsreise in die afrikanischen Rhythmen und Bewegungen des Lobgesanges mit zu nehmen. Musik ist in Südafrika ein essentieller Bestandteil des Alltags und ein wichtiger Teil der (religiösen) Kultur. 

Ein Lebensgefühl, das der 26-Jährige auf seinem Djembé, einer westafrikanischen Bechertrommel, spielend leicht zum Ausdruck bringt. Dabei wirkt es so ansteckend wie sein entdeckerfreudiges und mitreißendes Lächeln. 

In den folgenden zwei Stunden brachte er uns die Welt der afrikanischen Musik näher, welche sich durch freies Singen in Verbindung mit speziellen tänzerischen Bewegungen auszeichnet. Zu dem gemeinsamen Gesang ging vor allem das Zusammenspiel der Gruppe als Chor inklusiver synchroner Bewegungen unter die Haut. 

Eine besondere Herausforderung für uns bedeutete die Aussprache der Zulu und Sesotho-Texte, welche anders gesungen als gesprochen werden.  

Im Gegensatz zu deutscher Spielweise wird auf Noten verzichtet, nicht aber auf Leidenschaft, Hingabe, den Mut Fehler zu riskieren und ein aufmerksames Gehör. Da ist es kaum verwunderlich, dass diese für uns fremdartige Weise des Musizierens ein gewisses Maß an „Überwindung“ erforderte. Und dennoch: am Ende lohnte sich der Sprung über die eigenen Grenzen gleich doppelt. Im gemeinsamen Klangerlebnis von Thula („Seid still“) und Mahlo („Augen“) bildeten wir Teilnehmerinnen in aller Unvollkommenheit menschlichen Lobgesangs eine Kulisse, in der Gott mitten unter uns wohnte.  

„Hier bin ich, mein Gott…ich bin da.“ 

Miriam Hitzsche
Gemeinde Frankenthal